Bildunterschrift: Auch diesen Sommer profitierten zahlreiche Kinder wieder vom kostenfreiem Bustranfer zur Triesdorfer Via Mali. Auf diesem Bild zu sehen sind die Klassen 2a und 2b der Grundschule Wolframs-Eschenbach mit ihren Lehrkräften, dem Via-Mail-Team und dem 2. Bürgermeister Johann Schlackl (links)
Wie schmeckt Honig direkt aus der Wabe? Welche Insektenarten leben im Totholz? Was passiert eigentlich in einer Baumschule? Antworten auf diese und noch viele weitere Fragen bietet die beliebte Triesdorfer Apfelrunde Via Mali. Im Juli herrscht auf dem 2,5 Kilometer langen Rundweg durch die Triesdorfer Streuobstwiesen regelmäßig Hochkonjunktur, denn viele Grundschulklassen nutzen die Zeit vor den Sommerferien, um die Via Mali im Rahmen einer Führung zu erkunden. Dieses Jahr waren rund 500 Kinder in Triesdorf zu Gast und erlebten Biodiversität mit allen Sinnen.
Drei Stunden dauert eine Grundschulklassenführung, die Projektkoordinatorin Nadja Burger liebevoll konzeptioniert hat und zusammen mit dem Via-Mali-Team kindgerecht umsetzt. Immer mit dabei sind die Hauptakteure der Via Mali, Apfel Trieso und Honigbiene Carnica. In Kleingruppen besuchen die Schülerinnen und Schüler drei verschiedene Stationen (Biene, Totholz/Insekten, Baumschule). Dabei legen die LLA-Mitarbeitenden stets Wert auf Interaktivität und den Einsatz passender Materialien. So dürfen die Kinder beispielsweise einen Imkerhut mit Schleier anprobieren, mit der Becherlupe Insekten begutachten oder mit Holz experimentieren. Eine Verkostung der regionalen Produkte der Streuobstwiese bildet den krönenden Abschluss der Führung, bei der die Kinder vor der Rückfahrt Honigbrote, Apfelsaft und 1000-Sorten Apfelsorbet-Eis genießen dürfen.
Die Schulklassen und ihre Lehrkräfte waren durchweg begeistert und nahmen viele neue Eindrücke, Erfahrungen und schöne Erinnerungen zurück in ihren Unterricht.
Anja Uhlmann, Lehrerin einer zweiten Klasse an der Grundschule Wolframs-Eschenbach, fasst zusammen: „Die Via-Mail-Führung war organisatorisch und pädagogisch sehr gut aufbereitet und äußerst handlungsorientiert. Die Kinder sind im Gegensatz zum klassischen Frontalunterricht mitten im Geschehen aktiv dabei. Umso mehr Sinne angesprochen werden und umso mehr man selbst ausprobieren darf, desto besser bleibt es im Kopf. Die verschiedenen Materialien laden zum Forschen ein. Ein Highlight für mich war die Bienenstation mit dem Imkerhut – die Kinder hatten sehr viel Spaß beim Anprobieren.“
Und Simon, Schüler der 2b, ergänzt: „Mir hat besonders gut gefallen, dass wir so viel über die unterschiedlichen Käfer- und Baumarten gelernt haben. Und das Holzpusten war auch lustig.“ Seine Freunde Franz und Alessio (beide 2a) waren auch vom Kulinarischen begeistert: „Der Honig von Carnica war richtig lecker und auch die Früchte, von denen wir naschen durften, haben super geschmeckt.“
Finanziell unterstützt wurden die Bustransferkosten auch in diesem Jahr von der Zukunftsstiftung „Nachhaltige Heimat“ der Sparkasse Ansbach. Die Stiftung fördert unter anderem Bildungseinrichtungen, die sich eine Verbesserung des Umweltverständnisses zum Ziel gesetzt haben.
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Zudem ist die Via Mali auch in den Sommerferien eigenständig für Groß und Klein begehbar und lohnt als schönes Ausflugsziel immer einen Besuch in Triesdorf. 16 informative und interaktive Station werden in leichter und unterhaltsamer Sprache mit Themen zu Umwelt, Kulturlandschaft, Bienen und Streuobstwiese bespielt. An 9 der 16 Stationen sind durch die Via Mali 2.0 die Inhalte und Themen medial so aufbereitet, dass die Nutzenden über QR-Codes mit der Actionbound-App Hörgeschichten und kurze Erklärfilme abrufen können. Start des Rundwegs ist am Alten Reithaus (Markgrafenstr. 3, 91746 Weidenbach).