Bildunterschrift: Zufriedene Gesichter bei den Verantwortlichen des Kooperationsprojekts zwischen den Landwirtschaftlichen Lehranstalten Triesdorf und dem Fränkischen Freilandmuseum Bad Windsheim.
Schicht um Schicht wächst derzeit das neue Strohdach des Bauernhauses aus Höfstetten in der Baugruppe Mittelalter des Fränkischen Freilandmuseums Bad Windsheim. Bis in den Herbst hinein kann dabei zugesehen werden, wie Langstrohroggen aus den Landwirtschaftlichen Lehranstalten Triesdorf nach historischer Technik auf die Dachlatten gebunden wird.
Rund 40 Jahre hat das imposante Strohdach des Bauernhauses Wind und Wetter getrotzt. Hin und wieder waren Reparaturen notwendig, mussten verwitterte Stellen ausgetauscht werden, darüber hinaus aber hielt die zirka 450 Quadratmeter große Dachfläche dicht. Zuletzt machte sich insbesondere an der West- und der Südseite das Alter der Strohdeckung bemerkbar, in diesem Sommer steht der Austausch an.
Mit den Ähren nach oben wird der Langstrohroggen auf die Dachlatten aufgelegt und in drei Schichten mittels Haselnuss- und Weideruten auf diesen fixiert. Schon vor rund zwei Jahren, als die Strohdächer im Archäologischen Gehöft des Freilandmuseums erneuert werden mussten, kam Langstrohroggen der LLA zum Einsatz, der sich qualitativ deutlich von dem früher zugekauften Langstroh abhebt. Auch bei der Ernte arbeiten die beiden Einrichtungen des Bezirks Mittelfranken erfolgreich zusammen: Um zu verhindern, dass das Getreide geknickt wird oder gar bricht, wird es mit einem historischen Mähbinder aus dem Museum eingebracht.
Text: Christine
Berger, Fränkisches Freilandmuseum Bad Windsheim
Bild: Lisa Baluschek, Fränkisches Freilandmuseum Bad Windsheim