Bildunterschrift: Podiumsdiskussion mit (v.l.n.r. im Bild) Manuel Westphal (MER e. V.), Dr. Andreas Lenz (MdB), Norbert Bleisteiner (FEL), Marlene Mortler (BBE) und Rainer Kleedörfer (N-ERGIE)
Beim energiepolitischen Dialog am 20. Oktober 2026 in Triesdorf diskutierten rund 150 Gäste über die Herausforderungen und Perspektiven der Energiewende. Die Veranstaltung wurde von der Mittelfränkischen Gesellschaft zur Förderung Erneuerbarer Energien und nachwachsender Rohstoffe e. V. (MER e. V.) und dem Bezirk Mittelfranken organisiert. Im Mittelpunkt standen die Themen Versorgungssicherheit, bezahlbare Energiepreise, der Klimaschutz, Resilienz und die Stärkung der regionalen Wertschöpfung.
Marlene Mortler, Vorsitzende des Bundesverbandes Bioenergie (BBE), betonte in ihrem Impulsvortrag die Bedeutung verlässlicher politischer Rahmenbedingungen und hob den Beitrag von Bioenergie zu Strom- und Wärmeversorgung sowie zum Klimaschutz hervor.
Dr. Andreas Lenz, energiepolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, berichtete von den aktuellen Gesetzgebungsprozessen im Bundestag und plädierte dafür, bestehende Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energien besser einzubinden und den Ausbau der Stromnetze stärker mit der Energieerzeugung abzustimmen.
In der anschließenden Podiumsdiskussion stellten sich Marlene Mortler, Andreas Lenz und Rainer Kleedörfer, Leiter des Zentralbereichs Unternehmensentwicklung und Beteiligung der N-ERGIE Aktiengesellschaft, den Fragen des Publikums. Norbert Bleisteiner, Leiter des Fachzentrums für Energie und Landtechnik (FEL) moderierte die Diskussion.
Dabei wurden insbesondere die hohen Anforderungen an Biogasanlagen, lange Genehmigungsverfahren und kostspielige Netzanschlüsse kritisch beleuchtet. Auch die Rolle von Batteriespeichern, die Zukunft der Gasnetze und die Chancen regionaler Wind- und Photovoltaikprojekte sorgten für intensive Diskussionen. Einigkeit bestand darin, dass die Energiewende nur mit praxistauglichen gesetzlichen Regelungen, einer leistungsfähigen Netzinfrastruktur und einer stärkeren Nutzung vorhandener Potenziale wirtschaftlich und nachhaltig gelingen kann.