Bildunterschrift: Vertretende von Sparkassenstiftung, LionsClub, Bezirk und LLA gemeinsam mit Kindern und Verantwortlichen der Markgrafen-Schule Weidenbach bei der offiziellen Übergabe des neuen digitalen Medienwagens für die Via Mali
Im Zuge der Weiterentwicklung der Via Mali 2.0 wurde jetzt ein digitaler Medienwagen in Form eines robusten Outdoor-Bollerwagens an die Landwirtschaftlichen Lehranstalten Triesdorf (LLA) übergeben. Dieser soll den seit 2021 existierenden Apfelrundweg durch die Triesdorfer Streuobstwiesen langfristig als modernen Lern- und Erlebnisstandort für Schulen sowie Besuchergruppen etablieren.
Schulklassen können über ein ganzes Schuljahr themen- und jahreszeitenbezogen mit dem Medienwagen die Inhalte der Stationen abrufen und sich interaktiv geführt über den Lehrpfad bewegen. Bezirkstagspräsident Peter Daniel Forster betonte den pädagogischen Gedanken hinter dem Projekt: „Viele Kinder sind heutzutage von den Realitäten der Landwirtschaft, ja der Erzeugung und der Herkunft ihrer Lebensmittel weit entfernt. Hier mit der Triesdorfer Apfelrunde Via Mali lernen sie wie Natur, Landschaft, Insekten und das Wetter zusammenwirken und ein gesundes und noch dazu wohlschmeckendes vielseitiges Obst entsteht.“
Die Kosten für den individuell für Triesdorf gestalteten Medienwagen belaufen sich auf rund 13.000 Euro. Der Verleih ist exklusiv und kostenfrei für Schulklassen bestimmt. Finanziell unterstützt wurde das Vorhaben erneut von der Zukunftsstiftung „Nachhaltige Heimat“ der Sparkasse Ansbach mit 10.770 Euro. Weitere 1.000 Euro kamen vom Lions Club Ansbach, der Restbetrag aus den Mitteln der LLA.
Werner Frieß, Vorstand der Sparkasse Ansbach, dankte in seinem Grußwort den kreativen Köpfen hinter dem Projekt: „Damit Kinder den Apfel nicht nur vom Supermarktregal kennen, muss Natur live erlebbar sein. Dies wird bei der Via Mali perfekt umgesetzt. Dafür braucht es neben uns als Unterstützer auch viele andere, die gute Ideen haben, damit man aus dem Geld etwas Schönes schaffen kann.“
Eine der kreativen Köpfe hinter der Via Mali ist Nadja Burger von den LLA, die das Projekt gesteuert und den Tabletwagen mit einer Medientechnik-Firma aus dem Allgäu gemeinsam konzipiert hat. Sie betonte: „Das Motto der Via Mali 2.0 – Von Kindern für Kinder – stand bei der Entwicklung des Projekts immer im Fokus. Daher freuen wir uns sehr, dass wir bereits die dritte Generation an Kindern aus der Markgrafenschule Weidenbach für die Zusammenarbeit im Projekt gewinnen konnten.“
Die 4. Klasse der Markgrafen-Grundschule Weidenbach fungierte als Test- und Beraterklasse und die Kinder demonstrierten, was der wetterfeste und geländetaugliche Medienwagen alles kann: Neben acht iPads, einer Ladestation und einer mobilen Stromversorgung bietet er vorinstallierte Naturerfahrungs-Apps (z.B. zur Erkennung von Pflanzen und Vogelstimmen) und ermöglicht so einen unkomplizierten Zugang zu Natur, Landwirtschaft und regionaler Kultur. Auch Klassleitung Nina Hübsch schätzt den außerschulischen Lernort: „Die Via Mali bietet eine super Abwechslung zum klassischen Schulalltag und spricht mit ihrer Konzeption unterschiedliche Lerntypen und alle Sinne an. Die Schülerinnen und Schüler erleben die Natur unmittelbar, dürfen Sachen ausprobieren und erforschen – das ist kindgerecht und sehr motivierend.“
Hintergrundinformation Via Mali und Via Mali 2.0
Die Triesdorfer Apfelrunde Via Mali ist ein 2 Kilometer langer Rundweg durch die Obstanlagen der Landwirtschaftlichen Lehranstalten Triesdorf. 16 informative und interaktive Station werden in leichter und unterhaltsamer Sprache mit Themen zu Umwelt, Kulturlandschaft, Bienen und Streuobstwiese bespielt.
An 9 der 16 Stationen wurden die Inhalte und Themen medial so aufbereitet, dass die Nutzenden über QR-Codes mit der Actionbound-App Hörgeschichten und kurze Erklärfilme abrufen können.
In kindgerechter Sprache „Von Kindern für Kinder“ wird auf der Via Mali 2.0 eine erweiterte Wissensvermittlung zu Umwelt und Kulturlandschaft mit allen Sinnen erlebbar und fördert gleichzeitig den bewussten Umgang mit neuen Medien in der Natur.
Die Sparkassenstiftung „Nachhaltige Heimat“ unterstützt das Projekt bereits seit 2024 (Förderung von Bustransfers für Schulklassen-Führungen und zur Weiterentwicklung pädagogischer Angebote). Weitere Gelder stammen aus den Haushaltsmitteln des Bezirks Mittelfranken.