Bildunterschrift: Die Akteure des Welthauswirtschaftstages freuten sich über die gelungene 2. Auflage des Thementages.
V.l.n.r.: Anke Bimmer (Fachbereich Ernährung und Hauswirtschaft der LLA), Christian Feist (Gesoca Seukendorf), Prof. Dr. Christine Brombach (zhaw Wädenswill/Schweiz), Dr. Claudia Heidbrink (AELF Fürth-Uffenheim), Markus Heinz (Direktor LLA), Gabriele Sichler-Stadler (Regierung von Mittelfranken), Michael Maderer (Bezirksrat), Beate Schulz (Fachbereich Ernährung und Hauswirtschaft der LLA), Heike Straußberger (Fachakademie für Ernährungs- und Versorgungsmanagement)
"Gesund essen, nachhaltig leben: Die Zukunft auf dem Teller" – so lautete das Motto des diesjährigen Welthauswirtschaftstags, der seit 1982 jährlich Ende März stattfindet. Das grüne Bildungszentrum Triesdorf veranstaltete passend dazu einen lokalen Thementag, der am Dienstag (24.03.2026) rund 180 – vorwiegend weibliche – Gäste ins Alte Reithaus lockte. Hauswirtschaftliche Fachkräfte und Interessierte, darunter auch viele Schülerinnen, Schüler und Studierende, nutzten die Veranstaltung zum Austausch von Wissen und Ideen und informierten sich bei vielseitigen Vorträgen und Ausstellungen über aktuelle Trends und Entwicklungen der Branche. Hervorgehoben wurde dabei stets: Hauswirtschaft hat eine große gesamtgesellschaftliche Bedeutung und betrifft gleichzeitig jeden Einzelnen in seinem Alltag.
Durchgeführt wurde der Thementag als Gemeinschaftsprojekt der Landwirtschaftlichen Lehranstalten Triesdorf (LLA), der Regierung von Mittelfranken, dem Berufsschulzentrum Ansbach-Triesdorf, der Fachakademie für Ernährungs- und Versorgungsmanagement sowie dem Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Fürth-Uffenheim
Nach einer kurzen Ansprache durch LLA-Direktor Markus Heinz begrüßte Bezirksrat Michael Maderer in Vertretung von Bezirkstagspräsident Peter Daniel Forster die Teilnehmenden und betonte: „Ich bin stets fasziniert, was hier vor Ort geleistet wird. Der Bezirk Mittelfranken steht hinter Triesdorf – wir investieren hier gerne, weil uns Bildung wichtig ist.“
Gabriele Sichler-Stadler von der Regierung von Mittelfranken informierte in ihrem Vortrag über die Aus- und Weiterbildung in der Hauswirtschaft und unterstrich: „Hauswirtschaft ist bunt, vielseitig, nachhaltig, existenziell und bietet überdies viele interessante berufliche Perspektiven.“ Darin waren sich auch die drei Expertinnen in der Hauswirtschaft – Larissa Krieg (Meisterin der Hauswirtschaft), Leonie Bayerlein (Fachlehrerin an der Fachakademie für Ernährungs- und Versorgungsmanagement) und Eva-Maria Kolb (Hauswirtschaftliche Betriebsleiterin) – mehr als einig. In ihren kurzweiligen Berichten über ihren beruflichen Werdegang war es offensichtlich, dass sie, trotz oder gerade wegen der Herausforderungen und der anspruchsvollen Aufgaben als Führungskräfte bzw. Lehrkräfte, ihren Beruf lieben und sich nichts Besseres vorstellen könnten.
Weitere Vorträge widmeten sich dem Fokusthema Ernährung und Nachhaltigkeit: Prof. Dr. Christine Brombach aus der Schweiz erklärte in ihrem Vortrag „Der Klimatopf“ anschaulich, wie sich Lebensmittel auf unser Klima auswirken und wie zukunftsfähiges Kochen gelingen kann. Christian Feist von der Firma Gesoca widmete sich dem Thema Gemeinschaftsverpflegung und wie sich hier Nachhaltigkeit und Gesundheit verbinden lassen. Studierende der Fachakademie präsentierten ein Unterrichtsprojekt und boten in der Mittagspause schmackhafte Kostproben aus Buchweizen und Quinoa an.
Judith Regler-Keitel, Schulleitung der Fachakademie für Ernährungs- und Versorgungsmanagement in Triesdorf, erklärte: „Regionale und saisonale Produkte in der Speiseplanung berücksichtigen und diese dann schmackhaft und gesund zubereiten – das sind Inhalte im Theorie- und Praxisunterricht unserer Schule. Als zukünftige Leitungskräfte leisten unsere Studierenden in Tagungshäusern, in der Kita- und Ganztagsverpflegung oder in Senioreneinrichtungen einen wichtigen Beitrag zur Nachhaltigkeit.“
Die beiden nährstoffreichen und glutenfreien Pseudogetreide Buchweizen und Quinoa werden mittlerweile auch in Deutschland mit Erfolg angebaut und erfreuen sich steigender Beliebtheit. In zwei weiteren Vorträgen am Nachmittag wurden sowohl der Anbau als auch ihr Mehrwert für eine vielseitige, gesunde Ernährung aufgezeigt.
Am Ende des Tages zeigten sich alle Akteure durchweg zufrieden mit der Veranstaltung. Aufgrund der positiven Resonanz ist der nächste Welthauswirtschaftstag bereits fest für März 2027 im Triesdorfer Kalender eingeplant.