Rassebeschreibung Triesdorfer Landhuhn | Landwirtschaftliche Lehranstalten Triesdorf

Triesdorfer Landhuhn

Das Triesdorfer Landhuhn stellt einen modernen Zweinutzungstyp dar. Der Zweinutzungsgedanke begleitet seit Jahrzehnten unsere Geflügelzucht. So waren bereits Anfang der 1990iger französische Bresse-Hühner zur Mast eingestallt worden. Diese wurden in der Folge dann auch auf Legeleistung geprüft und weitergezüchtet.

2014 wurde damit begonnen eine eigenständige Triesdorfer Zweinutzungsrasse zu „erzüchten“. Die Zucht wurde auf den Leistungen der Bresse aufgebaut. Diese wurden dann mit den ebenfalls auf Leistung gezüchteten Sulmtalern und Italienern verpaart. Später kamen aus Projekten noch Sundheimer und Rhodeländer dazu. Aus den Kreuzungstieren wurden bis heute die Tiere selektiert, die zur Erreichung des Zuchtzieles notwendig waren.

Das Triesdorfer Landhuhn soll als eigenständige, reine Rasse gezüchtet werden, so dass der Hühnerhalter auch selbst weitervermehren kann. Die Lehranstalten bilden hierzu vor allem die Ursprungs- und Basiszucht. Angestrebt wird eine landwirtschaftliche Struktur, die selbst Elterntiere hält, Brut- und Speiseeier erzeugt, brütet und aufzieht. Das muss nicht ein einzelner Betrieb sein, der alle Stufen bearbeitet. Unsere Vision ist ein Netzwerk mehrerer Teilnehmer, die am Ende Eier und Fleisch vermarkten. Das Triesdorfer Landhuhn soll somit in eine landwirtschaftliche Nutzung gebracht werden.Natürlich stellt es auch für den wachsenden Kreis der Selbstversorger eine attraktive Bereicherung dar. Im Vergleich zu spezialisierten Legegenetiken (300 Eier/Jahr) und Mastlinien (2 kg in 5 Wochen) werden immer Differenzen bleiben. 

Eine Annäherung an diese Leistungen ist bei Doppelnutzung genetisch nicht möglich und auch nicht angestrebt. Das Triesdorfer Landhuhn ist eine sehr junge Rasse. Die Leistungen und Merkmale können daher in Ihrer Ausprägung noch schwanken. Wir haben hier den Anfang einer neuen Rasse, die jetzt schon mit vielen positiven Eigenschaften überzeugen kann.

Für mehr Info


  • Schlachtkörper, der fleischig und gerundet erscheint und vom Verbraucher als ganzes Hähnchen akzeptiert wird; sehr geschmackvoll, guter Biss durch moderates Wachstum

  • Bei 14 - 16 Wochen Mast: Schlachtgewicht bratfertig von 1,4 - 2,0 kg

  • Legeleistung von ca. 200 Eiern je Jahr; Schalenfarbe cremefarbig bis hellbraun

  • Legereife mit ca. 20 Wochen; M-Eier (> 53 g) soll im 6./7. Lebensmonat erreicht werden

  • Blaue Fußfarbe auch am Gelenk des Schlachtkörpers

  • Federschopf am Kopf, ansprechende Optik wichtig bei Direktvermarktung

  • alle Farben und Zeichnungen sind möglich und gewollt  

  • Ein robustes und genügsames Rassehuhn mit überzeugenden Eigenschaften ist unsere Motivation.