Zucht in der Bienenhaltung hat eine lange Tradition | Landwirtschaftliche Lehranstalten Triesdorf
Zucht in der Bienenhaltung hat eine lange Tradition

Bienenhaltung gibt es in Triesdorf schon lange. Seit 1945 die Imkerei offiziell an die Triesdorfer Einrichtung übergeben wurde, summt und brummt es stetig in den Anlagen. Besonders stolz ist die Abteilung Bienenhaltung der Tierhaltungsschule Triesdorf auf die Zuchterfolge der Triesdorfer Reinzuchtlinie, die es seit 1984 gibt. Die Triesdorfer Bienen glänzen durch Sanftmut, Varroatoleranz, Honigertrag und Schwarmträgheit.

„Wir prüfen die Völker über ein Jahr hinweg mit strengen Vorgaben und nach einem standardisierten System“, berichtet der Triesdorfer Imkermeister Tobias Nett. „Danach suchen wir nach definierten Selektionskriterien die Völker für die weitere Zucht aus“. Aus diesen Völkern werden aktiv weitere Königinnen gezüchtet. „Wichtig sind uns alle Kriterien. Wir möchten aber, dass alles überdurchschnittlich ist“, erklärt er. Allein das zu erhalten, sei schon schwierig, „noch zu verbessern, ist noch schwieriger“. 

Dass Imker Bienen mit hohem Ertrag lieben ist logisch, aber die Sanftmut der Triesdorfer Bienen ist ein besonderer Benefit: „Unsere Bienen sind sehr sanftmütig und zudem Wabenstet, das heißt sie bleiben entspannt auf den Waben sitzen, wenn man die Völker durchschaut“.

Im Winter kehrt nun für die Bienen Ruhe ein, während der Imker schon die Vorarbeiten für die nächste Saison leistet, indem er zum Beispiel die erhobenen Daten der geprüften Völker auswertet und so die besten für die Zucht im nächsten Jahr auswählt. 

Bienen der Triesdorfer Reinzuchtlinie können an der Tierhaltungsschule erworben werden. Bei Interesse lohnt sich also ein Blick auf die Homepage der Bienenhaltung. Dort werden Informationen über Völker-, Ableger- oder Königinnenverkauf, sowie Umlarvtermine bekannt gegeben. 

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