LLA Triesdorf kooperiert mit der Vollzugsanstalt in Lichtenau

20.05.2020

Biogemüse hinter Gittern: Beete, Gewächshäuser und Felder der Justizvollzugsanstalt Lichtenau werden zunehmend ökologisch bewirtschaftet. Hintergrund dieser Entwicklung ist eine Zusammenarbeit zwischen der Außenstelle der JVA Nürnberg und den Landwirtschaftlichen Lehranstalten (LLA)Triesdorf des Bezirks Mittelfranken. Mitarbeiter und Inhaftierte der JVA von der einen, Fachkräfte, Praktikanten, Auszubildende und Studierende der LLA beziehungsweise der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf von der anderen Seite arbeiten Hand in Hand an dem Ziel, eine „dauerhafte Zusammenarbeit als beispielhafter Öko-Ackerbaubetrieb mit Sonderkulturen“ zu etablieren.

Hintergrund und Auslöser für die Kooperation ist ein Beschluss des Bayerischen Landtags, wonach alle landwirtschaftlichen Betriebe bayerischer Justizvollzugsanstalten auf ökologische Bewirtschaftungsweise umgestellt werden müssen, folglich auch die JVA-Außenstelle in Lichtenau.

Das vom JVA-Team bewirtschaftete landwirtschaftliche Areal umfasst rund 63 Hektar, davon sind 52 Hektar eigene Fläche, der Rest ist gepachtet. Zirka 40 Hektar befinden sich im direkten Umgriff der Einrichtung.

Für die Landwirtschaftlichen Lehranstalten Triesdorf ist die Kooperation in idealer Weise geeignet, für Schüler und Studenten des Bildungszentrums Triesdorf und der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf den praktischen Teil der Ausbildung „direkt auf dem Feld“ darzustellen und den ökologischen Landbau abzubilden.