Für klein und groß

24.04.2021

Für die einen ist es ein Erdhügel, für andere ein wichtiger Beitrag zum Artenschutz.

Zu einem Erdhügel passt der Name Insektenwall, für den Artenschutz nutzt man die Alliteration Beetle Banks.

Beetle Banks sind aufgeschüttete Erdwälle mit einer Breite von 6 Metern und 0,6 Meter Höhe. Sie werden zwischen Heckenstrukturen angelegt, um diese miteinander zu verbinden. Bevorzugte Bewohner sind Insekten oder Wild, sogar Prädatoren. „Als Biotoptrittsteine bilden Beetle Banks eine gewichtige Rolle“, erklärt Markus Heinz, Leiter der Abteilung Pflanzenbau und Versuchswesen.

Ihr Aufbau wurde dreistufig gestaltet: Unten werden typische Blühstrukturen angesät, an die Flanken der Hügel kommen Gräserstrukturen und die Dammkrone bleibt offen, um bodenwürdigen Insekten, beispielsweise Wildbienen, die Möglichkeit zum Nisten zu geben. Angelegt wurden sie Mitte März, jedoch erst Anfang Mai wurden sie wegen des Frosts mit Saatgut bestellt. In der Mitte des werden die ersten Blühstrukturen zu sehen sein.

„Die Errichtung der Beetle Banks sind ein Beitrag zum Projekt Agrobiodiversität“, sagt Markus Heinz. „Er beinhaltet auch Monitoring, um zu überprüfen, ob mehr oder weniger Insekten da sind“. Dazu werden Insektenkamera genutzt, aber ebenso Wildkameras, um zu überprüfen, ob sich auch größere Tiere aufhalten. „Man findet in solchen Beetle Banks sogar Rebhühner oder Fasane, die in unserer Landschaft typisch nicht leben, weil sie geschützte Bereiche suchen, also Kleinstrukturen“.

Auch die Landwirtschaft profitiert von den Beetle Banks: „Dort leben Schwebfliegen oder andere Insekten, die dafür sorgen, dass das Insektenvorkommen, das für die Landwirtschaft ein Schadorganismus ist, abnimmt und somit weniger Pflanzenschutzmittel ausgebracht werden müssen“.

Insgesamt vier Beetle Banks werden rund um Triesdorf errichtet.