Das letzte bayerische Huhn

12.03.2019

Das Schöne am Augsburger Huhn ist der Kronenkamm. Und den tragen Hahn und Henne fast majestätisch, während sie vor sich hin stolzieren. Zudem ist das Augsburger Huhn ein besonders attraktives Huhn mit schwarzer oder blau-gesäumter Farbe und besagtem Kronenkamm. Allerdings beginnt hier nun die Krux: Es gibt nur noch 250 bis 300 Exemplare dieser Rasse, und sie ist vom Aussterben bedroht; Und dabei ist sie die einzige aus Bayern stammende Lokalrasse. Dies zu ändern, hat sich die Bayerische Staatsregierung auf die Fahne geschrieben und ein Projekt zur Förderung der Erhaltungszucht ins Leben gerufen.

Einzeltierprüfung

Die Landwirtschaftlichen Lehranstalten Triesdorf sind dabei Projektpartner. Seit Juli vergangenen Jahres wohnen 20 Hennen zur Einzeltierleistungsprüfung in Triesdorf: „Die Triesdorfer Geflügelhaltung ist für die Einzeltierprüfung zuständig, denn durch die Weihenstephaner Muldennester können alle Eier perfekt den Hennen zugeordnet werden und somit überprüft werden welche Henne besser legt“, erklärt Frank Kötzel, Leiter der Geflügelhaltung. In der LfL Kitzingen hingegen wird mit 200 Hennen die Gruppe geprüft. Das Projekt ist für ein Jahr ausgelegt, wie es in Triesdorf diesbezüglich weitergehen wird, ist noch unklar. „Es ist auch noch nicht geklärt, wie die Rasse erhalten werden soll“, sagt Kötzel. Die momentan festgestellten Leistungen machen eine wirtschaftliche Nutzung schwierig.

Das Augsburger Huhn gibt es seit ungefähr 1880 und es wurde seitdem hauptsächlich in der dortigen Region gehalten. Die Legeleistung beläuft sich auf ca. 150 weißschalige Eier im Jahr.

Neben dem LfL und den Landwirtschaftlichen Lehranstalten sind noch der Sonderverein der Augsburger-Züchter und das Kompetenzzentrum für Ernährung Kern Partner im Projekt.