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Messejahre - mit Hotspot der Biodiversität

01.03.2019

Seit dem Jahr 2013 sind die Landwirtschaftlichen Lehranstalten Triesdorf auf der Freizeitmesse vertreten. Am Anfang waren die Triesdorfer Angebote noch eine gemeinsame Aktion der Abteilung Pflanzenbau, der Imkerei und dem Fachbereich für Ernährung und Hauswirtschaft. Zur Erinnerung: Die Kräuterspirale fand riesigen Anklang im Jahr 2013, 2015 snackten die Besucher bei dem FEH rund um den Apfel. Doch federführend war bei allen Aktionen immer der Triesdorfer Obstbau und seit 2017 hat er diese Aufgabe vordringlich übernommen.

Alle zwei Jahre tüftelt Gärtnermeister Simon Schnell an einem neuen Konzept, wie er Triesdorf am besten präsentieren kann. „Mit der Kräuterspirale hatten wir damals einen richtigen Eyecatcher, das hat die Leute fasziniert“, erzählt er. „Jetzt ist es der Holzapfel, der die Leute immer wieder zum Stand kommen lässt“. Doch von Anfang an stand Schnell dabei nicht allein da, denn er fand bei den Triesdorfer Baumwarten sofort Unterstützung. „Der Kurs Baumwart hat sich als Erfolgsgeschichte bewiesen“, freut er sich. Mittlerweile übernimmt 50 % des Standdienstes der LLA der Verein Triesdorfer Baumwarte, die alles sehr aktiv gestalten. In diesem Jahr brachten sie ein Glücksrad mit zur Messe und wer eine Frage richtig beantworten konnte, erhielt eine veredelte Unterlage; veredelt wurde gleich vor Ort und jeder konnte zusehen. „Mit dieser Veredlung sollen auch alte Sorten von den Besuchern mit nach Hause genommen werden, sodass sie in den Gärten verbreitet werden“, erklärt Schnell. Mit dem Glücksrad werden Kinder und Erwachsene erreicht. Rainer Hofmann ist als Baumart mit Begeisterung bei der Freizeitmesse dabei. Durch seine Mitarbeit am Triesdofer Stand möchte er den „Landschaftserhalt in die Stadt bringen“. Die Treffen bei Messen nutzten die Baumwarte zum Netzwerken, ebenso zum Wissensgewinn und zur Wissensvermittlung.

Mit dem Thema Streuobst besetzen die Triesdorfer nicht nur auf Messen eine ökologische Nische. Auch hier bewiesen die Verantwortlichen den richtigen Riecher: „Streuobstwiesen sind Oasen der Biodiversität in der intensiven Landwirtschaft“, sagt Simon Schnell. Die Triesdorfer Baumwarte, die sich inzwischen in einem Verein organisiert haben, unterstützen hier Landwirte mit Rat und Tat. Es gibt einfache Methoden, etwas für die Artenvielfalt zu tun, Lesesteinhaufen, Benjeshecken oder Insektenhotels sind nur ein Teil davon.

Um das Streuobst Inwert zu setzen, muss natürlich auch die Produktpalette stimmen: Triesdorf versucht zu zeigen, was man aus Streuobst alles machen kann. Der 1000-Sorten-Saft wird weiterhin nachgefragt und trendige Produkte wie Slusheis, Secco und Chips finden rege Abnahme.

Um bei den Messen im Sinne des CI aus dem Vollen schöpfen zu können, wurden eine Reihe von Öffentlichkeitsmaterialien angeschafft, die wechselnd eingesetzt werden können. Beachflags in mehreren Farben, Tischhussen, Banner werden gedruckt, es gibt Gläser mit Gravur, eine Slusheismaschine, um Triesdorf perfekt präsentieren und positionieren zu können.