Test Titel

dgshgfkg

  weil 7 8 9 ... weil 7 8 9 ... weil 7 8 9 ... weil 7 8 9 ... weil 7 8 9 ... weil 7 8 9 ... weil 7 8 9 ... weil 7 8 9 ... weil 7 8 9 ... weil 7 8 9 ... weil 7 8 9 ... weil 7 8 9 ...

weil 7 8 9 ...

Freie Wege zwischen den Anlagen und Platz zum durchhuschen

15.06.2021

Triesdorfer Biodiversitätsstrategie beschäftigt sich mit PV-Anlagen

Aktuell werden die Kommunen mit einer Vielzahl von Bauanträgen zur Errichtung von Photovoltaik-Freiflächenanlagen (PVFFA) überhäuft. Die Interessengemeinschaft „Triesdorfer Biodiversitätsstrategie – Biodiversität auf PV-Freiflächenanlagen“ verfolgt den Zweck, Anlagenbetreiber von Photovoltaik-Freiflächen zu motivieren, ihre Anlagen über die aktuellen gesetzlichen bzw. baurechtlichen Bestimmungen hinaus im Bereich Ökologie und Artenschutz weiterzuentwickeln. Dazu hat das Fachzentrum für Energie und Landtechnik (FEL) einen Katalog erarbeitet, um diese Maßnahmen den Betreibern schmackhaft zu machen.

„Unser Ziel ist es, wertvolle Lebensräume für Pflanzen und Tiere bei zeitgleicher Stromproduktion zu schaffen“, erklärt Michael Köhnlein vom FEL. „Zeitgleich wird auch Humusaufbau gefördert  Bodenerosion vermieden und es entstehen wichtige Trittsteine, um Lebensräume zu verbinden“.

Photovoltaikanlagen werden zukünftig vermehrt das Landschaftsbild und die Kulturlandschaft beeinflussen. „Natürlich gibt es Kritik an der Ästhetik, Zugänglichkeit und Flächenverbrauch“, sagt Michael Köhnlein, „deshalb soll hier neben einer guten Landschaftseinbettung auch ein multifaktorieller Ansatz betrieben werden, nämlich dass neben der Energieerzeugung durch den Artenschutz höhere Akzeptanz erzielt wird“. Da die Anlagen über Jahrzehnte betrieben werden, besteht die Chance, durch eine ökologisch hochwertige Gestaltung und Bewirtschaftung der Standortflächen sowie der angrenzenden Flächen die Rahmenbedingungen für eine Steigerung der Biodiversität auf und im Umfeld dieser Anlagen deutlich zu verbessern. Dennoch zählt zunächst immer der Grundsatz, dass eine Photovoltaikanlage vorrangig auf das Dach gehört.

Im Kriterienkatalog werden Maßnahmen für den Bau von Freiflächenanlagen bzw. für die spätere Bewirtschaftung der Fläche beschrieben. Dabei wird mit den ersten Basics begonnen: „Auf der ausgewiesenen Fläche muss ein bestimmter Anteil an freiem Raum ohne Photovoltaik-Anlagen verbleiben, sodass noch genügend Licht und Regen unbeschränkt auf den Boden gelangen kann“, berichtet Michael Köhnlein. Auch für kleine und große Säugetiere darf es keine unüberwindbaren Hürden geben. „Zwischen Zaununterkante und Boden müssen 15 Zentimeter liegen, damit die Tiere hindurch schlüpfen können“. Als Ausnahme gilt hier, wenn Bodenbrüter geschützt werden müssen.

Aber auch größere Tier müssen bedacht werden. daher darf die umzäunte Freifläche mit der Anlage nicht größer als 10 Hektar sein und zur nächsten Fläche muss ein Mindestabstand von 10 Metern bestehen, der durch seine Naturbelassenheit der Umgebung entspricht.

Aber nicht nur die äußere Gestaltung wird in dem Katalog berücksichtigt, sondern auch die Räume zwischen den Modulen werden genau definiert: „Vorhandene Brut- und Nistplätze wie z. B. Hecken, Bäume oder Landschaftselemente müssen erhalten und gepflegt werden.

Während bauliche Maßnahmen den Grundstein für eine hohe Artenvielfalt legen, trägt die spätere Pflege der Anlage maßgeblich zum langfristigen Erfolg und Etablierung einer artenreichen Pflanzen- und Tierwelt bei. In dem beschriebenen Kriterienkatalog wurden deshalb unterschiedliche Bewirtschaftungsformen im Hinblick ihrer Wirkung und Aufwand mit einem Punktesystem bewertet. Aufwändige Pflegemaßnahmen werden höher bewertet als weniger Aufwändige. Um den Kriterienkatalog zu erfüllen, muss z.B. eine Mindestpunktzahl von 10 erreicht werden. Somit kann jeder Betreiber einer Photovoltaik-Freiflächenanlage selbst entscheiden, welche Pflege in seinem Konzept durchführbar ist. Erfolgt eine Ost-West-Ausrichtung der Anlage ist eine höhere Punktzahl durch die größere überdeckte Fläche notwendig.

Ein wesentliches Kriterium während des Anlagenbetriebs ist die Pflege der Grünflächen. Dabei soll der Fokus auf eine insektenfreundliche Mähtechnik und eine Abfahrt des Grüngutes liegen. „Als beste Variante wird die Pflege mit Weidetieren, z.B. Schafe, bewertet. Weidetiere sind regelrechte Biodiversitäts-Hotspots“.

Ein wichtiger Bestandteil ist auch, die örtliche Bevölkerung zeitgleich über die getroffenen Maßnahmen und deren Ergebnisse zu mehr Artenvielfalt zu informieren. Damit wird das Ziel verfolgt, transparent den Mehrwert der Photovoltaik-Freiflächenanlage zu dokumentieren und langfristig ein Verständnis für die Zusammenhänge zwischen Umwelt, Klimaschutz und Artenvielfalt zu wecken. Dies kann z.B. über Umweltbildungsprojekte mit Kinder oder Ortgruppen an den Anlagen direkt erfolgen. Der gesamten Kriterienkatalog ist unter www.triesdorf.de veröffentlicht.