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Ein kleiner Helfer, der autonom auf dem Acker fährt

24.04.2021

Immerhin scheint die Sonne, als das kleine Fahrzeug einsam seine Runden auf dem braunen Triesdorfer Acker dreht. Mit etwas Fantasie oder einem Bildbearbeitungsprogramm könnte man fast einen Film einer Mondfahrt erwarten.

Aber der Farmdroid lebt auf der Erde und seine Weltraumoptik ist seinem praktischen Zweck geschuldet: Das Ziel ist, moderne (smarte) Landtechnik, Energieautarkie und Technologien zur Reduzierung des Pflanzenschutzaufwandes miteinander zu verbinden.

„Für die Ausbildung ist der Farmdroid ein großer Gewinn – allein durch die technische Ausstattung kann von Basisausbildung bis hin zu Spezialkursen in der Meisterausbildung, Fachkraftagrarservice und im Studiengang Agrartechnik eingesetzt werden -, zudem entspricht er den gesellschaftlichen Anforderungen, Pflanzenschutzmittel zu reduzieren“, erklärt Markus Heinz, Leiter der Abteilung Pflanzenbau und Versuchswesen. Besonders beliebt sei der Farmdroid in Ökobetrieben, „aber auch im konventionellen Anbau werden zunehmend Systeme nachgefragt um mechanische und chemische Unkrautregulierung miteinander kombinieren zu können.  

Um ihn in Betrieb zu nehmen, bedarf es einiger Vorbereitung: „Ich muss vorher die Felder anlegen, also die Außengrenzen abspeichern, damit der Roboter das Feld nicht verlässt und versehentlich auf der Straße herumfährt“, sagt Markus Heinz. „Der Farmdroid speichert die Ecken eines Feldes ab und merkt sich über einen Algorithmus, wo er gesät hat. In weiteren Bearbeitungsgängen können die Zwischenreihen dann mit der integrierten Hacke bearbeitet werden.  

Zudem fährt er komplett autonom über Photovoltaikmodule mit Speicher. Wenn der Speicher leer ist, bleibt er einfach stehen, bis die Sonne wieder scheint. „Wir verbinden hier Photovoltaik mit Speichertechnologie, autonomes Fahren mit GPS und Maßnahmen zur Reduzierung von Pflanzenschutzmitteln in einem Gerät“.

In der Praxis werden die Maschinen hauptsächlich zur Aussaat von Zuckerrüben eingesetzt - vor allem in Ökobetrieben; Die wirtschaftliche Situation ist gut und der Anbau ist in den letzten Jahren angestiegen. Hier wird vor allem nach Möglichkeiten gesucht, die praktische Arbeit zu reduzieren. Pro Hektar muss von 100 bis 120 Stunden mechanischer Hackarbeit ausgegangen werden, mit Hilfe dieses Hackroboters reduziert sie sich auf 30 bis 40 Stunden.

Im Herbst 2020 wurde der Farmdroid in Triesdorf in Betrieb genommen, gleich wurde Raps gesät und die Zwischenreihen gehackt. „Durch verschiedene Versuche können wir zukünftig Rückmeldung an die Praxis geben und gesellschaftlichen Forderungen gerecht werden“, fügt Markus Heinz hinzu. „Neben dem praktischen Nutzen, steht vor allem die Wissensvermittlung im Vordergrund, da wir mit dem Gerät viele Aspekte der Ausbildung vereinen können“.

Weitere Einsatzmöglichkeiten gibt es im Gemüsebereich, z. B. bei Zwiebeln und Karotten. Zudem gibt es Anfragen von der HSWT, die ein Projekt mit einem Petersillienverarbeiter durchführen. Hier stellt sich die Frage, ob man mit dem Roboter auch Petersilie säen und hacken kann. „Pflanzenschutzrückstände im Kräuterbereich werden sehr hoch aufgehängt.

In diesem Jahr werden in Triesdorf 2 Hektar Rüben mit dem Roboter bestellt - der Rest klassisch -, um ein Gefühl zu bekommen, wo sind die Einsatzschwächen und Stärken sind.

Zukünftig soll es möglich sein, dass neue Geräte mit einem Spot Spraying System ausgestattet werden können, damit Pflanzenschutzmittel nur noch dort ausgebracht werden, wo sie tatsächlich benötigt werden. Damit wird dem Auftrag aus der Ackerbaustrategie, 50 Prozent an Pflanzenschutzmitteln im Ackerbau einzusparen, Folge geleistet“.