"Vom Mangel zum Überfluss"

Die Top-Themen waren: Die Aspekte des Wandels der Esskultur und die Auswirkungen, die dieser für unsere Gesellschaft hat, der Gesundheitsförderung durch attraktive Programme, die wir auf lokaler Ebene umsetzen können und schließlich dem Thema Übergewicht und Adipositas, wie man ein Gewichtsmanagementprogramm gestaltet, das zu einer nachhaltigen Reduktion des Körpergewichts führt, aber gleichzeitig die Essbiographie der Betroffenen berücksichtigt.
 

Programm

Prof. Dr. Christine Brombach von der Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften Wädenswill erläuterte, das „Essen heute immer zur Verfügung steht, es ist Verführung, weil es überall zu haben ist. Es knüpft an die Evolutionsgeschichte an, vom Mangel zum Überfluss“. Soziale Veränderungen im eigenen Leben änderten auch immer das Essverhalten, sei es eine neue Arbeit oder eine neue Wohnung: „Wenn ich zu wenig Zeit habe, bin ich auf Convenience Food angewiesen“. Dazu brauche man die entsprechende Technologie sowohl für Industrie und Privathaushalt. Man denke an die Mikrowelle“. Der gesellschaftliche Faktor stand für die klar im Vordergrund: „Jeder Mensch ist in seine Zeit hineingeboren, für uns ist alles normal. Wir bestellen das Essen online und irgendwann wird es uns eine Drohne liefern. Es wird für uns normal sein, das wir etwas essen, das nie Tageslicht gesehen hat“.

 

  • Ernährung und Bewegung - Strategien für eine erfolgreiche Gesundheitsförderung
    Dr. Andrea Lambeck, VDOE, ehem. Plattform Ernährung und Bewegung, PEB e.V., Berlin

Soziale Veränderung sieht Dr. Andrea Lambeck ebenfalls als Möglichkeit, die Ernährung umzustellen. Sie setzt dabei auf erweiterte Beratungsangebote und Bewegung in bestimmten Lebensphasen. „Bei Krankheit ändert man was aus Leidensdruck“, sagte sie. Bei Frauen hingegen sei der beste Punkt anzusetzen, wenn sie gerade schwanger geworden sind. Hier geht es um Adipositasprävention für das Kind. „Hier erreichen wir flächendeckend alle Frauen über die Vorsorgeuntersuchungen. Es ist eine sensible Zeit, jeder möchte ein gesundes Kind und eine unkomplizierte Geburt“. Normalerweise erreiche man nur die, die sowieso gesund und bewusst unterwegs seien. Richtige Bewegung und Ernährung in der Schwangerschaft wirke sich positiv auf das spätere Gewicht des Kindes aus. Noch besser sei es sogar, schon einige Jahre, bevor Frauen Kinder bekommen wollen, sich um Ernährung und Bewegung zu kümmern.

 

  • Gewichtsmanagement- das gewusst wie für den Langzeiterfolg
    Prof. Dr. Johannes Erdmann, Ernährungsmedizin, Hochschule Weihenstephan-Triesdorf
  • Kulinarische Innovationen für Alzheimer Patienten – 5 Sterne für die Heimküche
    Markus Biedermann, Eidg. Dipl. Küchenchef und Diplom Gerontologe, Herzogenbuchsee (CH)
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    Carolin Heilmann, Wort und Bildverlag Baierbrunn
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    Anke Bimmer, Prof. Dr. Johannes Erdmann, Ernährungsmedizin, Hochschule Weihenstephan- Triesdorf

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