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Boden-Mensch-Technik-Anbau-Ernährung

02.05.2018

Klar wissen Mitarbeiter in Hersteller- und Servicebetrieben der Landtechnik, dass das Getreide vom Acker kommt und die Kühe aus Gras Milch machen. Landwirte arbeiten mit der Natur, setzen Wissen und Technik ein, um gesunde Lebensmittel zu produzieren. Doch in den Landtechnik- und Servicebetrieben arbeiten viele Spezialisten und Techniker in Produktions-, Entwicklungs-, Verkaufshallen usw. Sie haben eine fundierte technische Ausbildung, sind Spezialisten auf ihrem Gebiet und treffen dann die grüne Wirklichkeit der Landwirtschaft. Landwirte haben im Alltag verschiedene Herausforderungen zu lösen. Von regelmäßiger Tierbeobachtung, Einkauf von Futtermittel, Bodenbearbeitung, Anträgen, Nachweisen, Versammlungen, Preisabrechnungen, Neuinvestitionen, Mitarbeiterführung, Agrarpolitik und Marktbeobachtung – bis hin zu den technischen Herausforderungen der Maschinen.

Im Arbeitsalltag von Mitarbeitern der Landtechnikbranche spielt die Kommunikation eine bedeutende Rolle. Wie spreche ich mit meinen Geschäftspartnern? Auf welcher Ebenen kann und werde ich kommunizieren. Wie tickt mein Gegenüber, was bewegt ihn gerade, wenn er zum Servicebetrieb kommt, um sich neue Ersatzteile zu besorgen. Oder was meint er, wenn ich ihm die Einstellungen der Maschine erkläre und er mir etwas zu den Bodenverhältnissen in seinem besonderen Acker zu erklären versucht?

Diese Schwierigkeiten in der Praxis kennen viele Servicemitarbeiter, die selbst nicht aus der Landwirtschaft kommen, und nun neu in einem Unternehmen der Agrarbranche starten. Das Fachzentrum für Energie und Landtechnik Triesdorf hat für diese Bedürfnisse ein spezielles Angebot entwickelt. Herr Bleisteiner, Leiter des Fachzentrums vertritt die Ansicht – dass man Fachleute der Landtechnikbranche mit Hintergrundwissen der Landwirtschaft ausstatten kann. „Triesdorf bietet ein ideales Forum. Wir sind breit aufgestellt und bieten Wissen von Saat bis Ernte, von technischen Idealen bis zu aktuell praxisrelevanten Maschinen. Wir sind eine Drehscheibe zwischen Herstellern und Nutzern von Landtechnik.“

So wurden die Module für die Servicemitarbeiter breit angelegt: Grundlagen Boden und Bodenbearbeitung; Pflanzenbau – von der Bodenbearbeitung, Aussaat, Bestandsführung bis Ernte; Landwirtschaft und Gesellschaft – von Erwartungen, Werten für eine verantwortungsvolle Landbewirtschaftung bis zu Kommunikation. Das Kernelement, die praktische Anschauungen und Erprobung auf dem Feld sichert der aktuelle Maschinenpark am Fachzentrum in Triesdorf.

„Mit dem zweiten Durchgang der Seminarreihe haben wir unsere Erfahrungen vom Vorjahr umgesetzt und die Wünsche der vorigen Teilnehmer weiter eingearbeitet“, berichtet Frau Schmid – verantwortliche Seminarleiterin in Triesdorf. Die Rückmeldungen der Teilnehmer zeigen, dass das Konzept geschätzt wird (vgl. O-Töne der Teilnehmer).

Die Seminarreihe wird in 4 Modulen angeboten. Die Module erstreckten sich verteilt auf ca. 13 Monate. Gut für die Mitarbeiter – die kompaktes Wissen aus erster Hand bekommen. Der Standort Triesdorf bietet optimale Bedingungen: von Seminarräumen, der Unterbringung, der Nähe zur Landtechnik und den Praxisfeldern bis hin zum breiten Spektrum an qualifizierten Referenten.

Das nächste Exklusivseminar startet im Juli 2018 mit dem Modul „Bodenkunde und Bodenbearbeitung.

Termine für Exklusivseminare - Modulplan 2018 und 2019

03.-05.07.2018:   Modul 1: Landwirtschaft - Gesellschaft, Kommunikation, Grundlagen und Praxis der Bodenbearbeitung

23.-25.10.2018:     Modul 2: Landwirtschaft Quo vadis, Welternährung, Grundlagen des Pflanzenbaus

08.-10.01.2019:     Modul 3: Pflanzen und Futterbau, Grundlagen der Ökonomie

27.-28.02.2019:     Modul 4: Vertiefung Ökonomie, Smart Farming und aktuelle Themen

Anmeldung bis zum 30.05.2018 bei Annette Schmid, Telefon 09826 18 2003, annette.schmid@triesdorf.de.

Hier finden Sie O-Töne der Teilnehmer:

Die Seminarreihe hat für mich gut gepasst. Ich komme nicht von einem landwirtschaftlichen Betrieb und so habe ich sehr gute Grundlagen bekommen. Neben dem Überblick in die Agrarbranche habe ich viel über Geräte von anderen Herstellern gelernt. Durch das Kennenlernen der anderen Teilnehmern und Unternehmensbereiche (Vertrieb, Service, Werkstatt, Konstruktion) ist auch mein Verständnis für ihre Aufgaben gewachsen. Johannes Schleicher HORSCH Maschinen GmbH

Die Bodenbearbeitung wurde gut erklärt und mir hat es insgesamt gut gefallen. Das Seminar ist insgesamt sehr interessant, man erhält Einblicke in Themen und Probleme an die in man als Außenstehender (Kein Landwirt/ Lohnunternehmer) nicht denkt & einem nicht bewusst sind. Die verschiedenen Einblicke in Geräte, deren Verwendungen & Variabilität ist sehr aufschlussreich& interessant. Gut gefallen mir die Arbeit in kleiner Runde, so konnte jeder aktiv werden und wir konnten viele Fragen stellen. Benjamin Grillenberger, Claas Main Donau

Für mich als Neuling in der Landwirtschaft ein sehr informatives und vor allem praxisbezogenes Seminar. Dazu habe ich Einblicke in agrarpolitische Hintergründe bekommen. Insgesamt schafft die Seminarreihe einen guten Überblick. Die Praxiseinheiten auf dem Feld runden das Ganze ab. Bastian Egelseer HORSCH Maschinen GmbH

Mein Horizont hat sich in Triesdorf erweitert. Sehr gut hat mir die Einheit zu Boden gefallen. Ich habe viel Neues gelernt: über Bodenarten, Bodenleben und Ressourcenschonung, über pflanzenbaulichen und bearbeitungstechnischen Möglichkeiten, sowie über den Umgang und die Herausforderungen mit Lenksystemen und Applikationskarten. Positiv waren die offenen Diskussionen mit den Dozenten zu Themen wie Agrarmärkte, Strukturveränderungen und Auswirkungen, Verwendung und Umgang mit Glyphosat diskutiert. Das hilft mir, Schlagworte und Statements in der Berichterstattung besser einordnen zu können. Andreas Steinbauer HORSCH Maschinen GmbH

„Mir hat gefallen, dass alle Wissensstände in den unterschiedlichen Themengebieten mitgenommen wurden. Aber für mich der wichtigste Punkt war, dass ich bei den Lenksystemen einen HERSTELLERÜBERGREIEFND Überblick über die verschiedenen Vor- und Nachteile, sowie die jeweiligen Möglichkeiten des Datenmanagements kennen gelernt habe. Hier bin ich also über meine „John Deere Blase“ hinaus gewachsen. Für Diskussionen, sowohl in privater, als auch in beruflicher Gesellschaft hat mir das Seminar Hintergrundwissen vermittelt. Ich habe eine gewisse Sicherheit bei bestimmten Themen bekommen, z.B. zu Glyphosat.“ Philipp Uhlein, Agrarservice Heller GmbH&Co.KG