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Gemeinsam aktiv – Landwirte und Lohunternehmer diskutieren in Triesdorf an einem Tisch

16.04.2018

Und vielleicht sind sie nach einem erfolgreichen Abschluss in Triesdorf als Partner gemeinsam unterwegs? Fritz Gronauer-Weddige (Technikerschule und HLS Triesdorf) und Frau Schmid (Fachzentrum für Energie und Landwirtschaft, FEL) haben die Teilnehmer der Kurse Agrarbetriebswirtschaft (Höhere Landbauschule) und Agrarservicemeister am 12.03.2018 in einer Runde versammelt. Diskussionsgrundlage war die Arbeit der Landwirte und Lohnunternehme auf Feld und Wiese. Beide Gruppen haben gleiche Bedingungen und Herausforderungen – vorgegeben von Natur, Gesellschaft und Politik. Norbert Bleisteiner (FEL) spiegelte die Erfahrungen der FEL-Mitarbeiter im Lehrgangsbetrieb und öffentlichen Diskussionen. Es zeigt sich ein breites Spektrum an Wissen und Emotionen. Durch eine teilweise oberflächliche, plakative und sogar reißerische Berichterstattung in den Medien und den sozialen Netzwerken wird mit Halbwahrheiten sehr viel Einfluss auf die öffentliche Wahrnehmung, die Marktstrategen im Lebensmitteleinzelhandel und politische Entscheidungsträger genommen. Oft werden Bedingungen und Anforderungen an die Produktion von Lebensmitteln festgelegt, die an einer sachlichen und wissenschaftlich fundierten Praxis vorbeigehen. Die jungen Nachwuchskräfte bestätigten in der Diskussion, dass sich viele Landwirte und Lohnunternehmer im Alltag von Mitbürgern und Politikern missverstanden und vorverurteilt fühlen.

Mit diesem Szenario setzen sich die angehenden Agrarbetriebswirte und – servicemeister besonders auseinander und streben eine berufliche Zukunft in der Branche an. Sie sehen sich als Partner, die auf gleicher Ebene diskutieren und arbeiten. Einigkeit besteht darin, dass es gilt, Herausforderungen und Anforderungen gemeinsam zu meistern. Ziel sind gute Arbeitsergebnisse und Produkte. Landwirte erwarten von Lohnunternehmer zuverlässige und professionelle Auftragserledigung mit moderner, effizienter Technik und gut qualifiziertem Personal. Dafür ist es erforderlich, dass beide Parteien gut miteinander kommunizieren - im Vorfeld, bei der Auftragserledigung und auch im Nachgang. „Ich will mich darauf verlassen können!“ Dieser Satz fällt bei Landwirten, die an eine gute und pünktliche Arbeit denken – aber auch bei Lohnunternehmern. Sie denken dabei an gut vorbereite Landwirte, die Ihre Aufträge rechtzeitig anmelden und die nicht jedes Jahr neu verhandeln oder mal kurz zu einem „Billiganbieter“ wechseln, der dann die qualitativen Ansprüche doch nicht erfüllen kann.

Chancen sehen die Nachwuchskräfte in der ressourcenschonenden Bewirtschaftung, die besondere Anforderungen an Technik, Qualifikation und Dokumentation stellt. Gesellschaftliche und politische Vorgaben erfordern den Einsatz von modernen Maschinen mit Sensortechnologie und Aufzeichnungsmöglichkeiten, deren einzelbetriebliche Anschaffung sich wirtschaftlich nur schwierig realisieren lässt. Fazit des Abends war: „Wir wollen uns gemeinsam weiterentwickeln. Aufeinander zugehen, offener Umgang und gemeinsame Gespräche werden unsere zukünftige Zusammenarbeit stärken, denn wir glauben daran, dass sich gemeinsam Lösungen finden!“