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Weniger Zucker bedeutet nicht weniger Kalorien

24.10.2017

Alles rund um Prävention war das Thema des 1. Triesdorfer Ernährungstags. „Was muss man tun, damit man langfristig gesund sein kann“, hatte sich Prof. Dr. Johannes Erdmann als Thema gesetzt. Ziel war es dabei auch, Studenten und Schüler mit Multiplikatoren zusammen zu bringen. Dies gelang nachhaltig, denn den hochkarätigen Referenten lauschten neben vielen Gästen auch zahlreiche Studierende und Schüler.

„Ernährungsbildung ist die Kompetenz, die eigene Ernährung selbständig, genussvoll, gesundheitsverträglich, politisch mündig und sozial verantwortlich auch unter komplexen gesellschaftlichen Bedingungen zu entscheiden und zu gestalten“, stellte Dr. Margareta Büning-Fesel, Leiterin des Bundeszentrums für Ernährung in Bonn vor. Büning-Fesel erklärte, der Mensch sei in Ernährungsdingen ein Homo Heuristicus (Heuristik: die Kunst, mit begrenztem Wissen und wenig Zeit zu guten Lösungen zu kommen). „Unsere täglichen Entscheidungen basieren zumeist auf dem Bauchgefühl, - sie entstehen intuitiv meist unter Verwendung sehr erfolgreicher Faustregeln“.

Dr. Monika Wilhelm von der Rainer-Wild-Stiftung definierte in ihrem Vortrag „Esskultur – quo vadis?“ zu Beginn den Unterschied zwischen Essen und Ernährung. „Essen ist Selbstdarstellung und Inszenierung“, erklärte sie. In unserer heuteigen Zeit zerbräche die Ernährungskultur, die sich über Jahrtausende entwickelt habe. Über reformulierte Produkte sprach Marcus Otto von der Wirtschaftlichen Vereinigung Zucker e.V. Bonn und das dadurch der Verbraucher getäuscht werde. „Weniger Zucker bedeute nicht weniger Kalorien.“

Der Triesdorfer Ernährungstag wird zukünftig jährlich stattfinden. Der nächste Termin ist der 18. Oktober 2018. Dabei wird die Medizin in den Vordergrund gerückt werden.