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Johannitag wieder voller Erfolg

27.06.2017

40.000 Besucher füllten am vergangenen Sonntag die Gassen des Bildungszentrums Triesdorf. „Es war hervorragend, was den Besuch anbelangt“, freute sich Direktor Otto Körner sichtlich. „Trotz des großen Besucherandrangs verlief die Organisation reibungslos und ohne Zwischenfälle“. Auch die Resonanz der Aussteller sei, laut Körner, überaus zufriedenstellend.

Tierbereiche besonders gefragt

Gerade in der Triesdorfer Tierhaltung konnte bei bestem Ausstellungswetter ein neuer Rekordbesuch in den fünf Tierbereichen festgestellt werden. Tausende Besucher informierten sich in den modernsten deutschen Rind-Schulställen über die dortige Rinderhaltung. „Schon um 9.00 Uhr waren die Gassen voll und dieser Andrang blieb auf kontinuierlich hohem Niveau“, resümierte Uwe Mohr, Leiter der Tierhaltungsschule. Dieser Bereich werde nach Fertigstellung der Baumaßnahmen immer mehr ein neuer Schwerpunkt des Johannitag-Besucherinteresses in Triesdorf. „Der deutlich erweiterte Ausstellungsbereich wurde von den Gästen aber auch von den Ausstellern sehr gut angenommen“. Über 100 Aussteller deckten hierbei alle Bereiche der Tierhaltung ab und waren über den großen Andrang und die gute Stimmung des Fachpublikums und die dabei neugewonnen Kontakte sehr zufrieden. „Absoluter Höhepunkt war aber der Besuch der neuen Bayerischen Milchkönigin Sonja Wagner im Milchgewinnungszentrum, die in Triesdorf Lebensmittelmanagement an der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf studiert“, erklärte Mohr augenzwinkernd. Highlights im Rinderbereich waren auch die neue Lehrwerkstatt Rind, der darin enthaltene neue Kälberstall (v. a. Lüftung, Haltung, Tränkverfahren standen im Fokus des Interesses), die neue Klauenwaschanlage für die Kühe sowie die vielfältigen technischen und digitalen Hilfsmittel rund um die Kuh. „Aber auch das Anschauen der Tiere in ihrer artgemäßen Haltung bringt den Erwachsenen und vor allen den Kindern große Freude. Neben den Milchkühen und Kälbern sind hier auch die Ziegen und Fleischrinder im Focus der Besucher gestanden, sagte Mohr.

Für Landwirte und Verbraucher

Zahlreiche Landwirte nutzen die Beratungsangebote der Tierhaltungsschule und der Triesdorfer Tierfachleute und diskutierten zusammen ihre zukünftigen Stallbaupläne, ihrer Fütterungsstrategien sowie ihre Haltungsfragen. Nichtlandwirten wurde u.a. das Melken sowie die Fütterung und moderne und tiergerechte Haltung der Kühe erklärt und tausende Fragen rund um die Tierhaltung beantwortet.

Ein weiteres Highlight war dieses Jahr die erstmalige Verpflegung im Rinderbereich. Das Triesdorfer Mensateam versorgte dort die hungrigen Besucher mit raffinierten Snackspezialitäten.

Hühner, Schweine, Bienen, Schafe

Dicht umlagert waren ebenso die Hühner im Geflügelbereich, dort wurden bäuerliche Geflügelhaltung und die Zucht von Zweinutzungshühnern vorgestellt. „Im Schweinemobil konnten die Besucher hautnah einen Eindruck der heutigen, artgemäßen Haltung von Schweinen gewinnen, erklärte Mohr. In der Bienenhaltung wurden alle Sinne in Richtung der Bienen eingesetzt. Das „Riechen, Hören und Sehen“ brachte hier viele neue und eindrückliche Erfahrungen. Aber auch die Bienenhalter erführen die neuesten Fachinfos aus dem Bereich der Imkerei.

Die Schafhaltung bot neben den Schafen zum Anfassen ein umfangreiches Informationsangebot an: Dieses reichte von Vorführungen des früheren Zaumbau-Weltmeisters über Wolle spinnen bis zu den Informationen des Verbands Bayerischer Schafhalter und dem Verein für Schäfereigeschichte.

Natur im Einklang

Auch der Zuspruch im Obstbau war sehr gut. „Das Konzept Ruhe im Obstgarten mit Strandkörben und Quiz ist gut angekommen und die Leute haben sich außerhalb vom Trubel erholen können“, sagte Markus Heinz, Leiter der Abteilung Pflanzenbau und Versuchswesen. Das Ziel wurde erreicht, der Bevölkerung das Thema Streuobst näher zu bringen. Im Pflanzenbau standen viele Aussteller zur Information bereit. „Trotz der vielen Besucher gab es einen positiven und ruhigen Eindruck.“

Technik boomt

Mit dem Thema Digitalisierung hatte die Landmaschinenschule voll ins Schwarze getroffen. Vielleicht, aber nicht nur, herrschte im Bereich der Landtechnik bereits ab den frühen Morgenstunden dichtes Gedränge. Norbert Bleisteiner, Leiter der Landmaschinenschule, freute sich vor allem über das Feedback der Aussteller: "Es wurde die gute Organisation gelobt, die die entspannte und angenehme Atmosphäre unter den Besuchern sehr schätzten".

Direktor Otto Körner zog aus dem Sonntag ein Fazit: „Wir freuen uns auf den Johannitag 2018“!