Der Wettergott muss ein Triesdorfer sein

Der Johannitag bei den Landwirtschaftlichen Lehranstalten in Triesdorf sprengte auch im Jahr 2012 alle Rekorde.

Rund 8.000 Autos füllten die Parkplätze, mit den Radfahrern und Fußgängern belief sich die Gesamtzahl auf mindestens 25.000 Besucher. Bezirkstagspräsident Richard Bartsch war extra schon am frühen Morgen nach Triesdorf gereist, um die Besucher persönlich zu begrüßen und am Stand Programme zu verteilen. Der Direktor der Landwirtschaftlichen Lehranstalten Otto Körner freute sich über den „großen Erfolg“ des Triesdorfer Johannitages. „Zufriedene Aussteller, zufriedene Kunden“ war sein Resümee

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Das Konzept der LLA ging komplett auf: Sowohl für die Kinder als auch für die Erwachsenen war in jeder Abteilung etwas geboten. Während die Väter mit höher schlagenden Herzen die 650 Landmaschinen bestaunten, durften die Kinder die Mini-Traktor-Rallye bestehen. Noch glücklicher waren die Eltern, wenn das Kind lieber auch die großen Maschinen besteigen wollten. Kein technikbegeisterter Vater ließ es sich nehmen, seinem Sohnemann höchstpersönlich alle Details auf dem Schlepper zu erklären. „Ich habe nur positive Stimmen von Landwirten und Händlern gehört“, berichtete Norbert Bleisteiner, der Leiter der Landmaschinenschule. „Wir haben einen guten Schritt getan, dass Gelände der Landtechnik zu erweitern“, erklärte er. Somit gebe es keine Probleme mit Kinderwagen und das ganze Gebiet stehe jedem offen.

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Gleiche Resonanz war im Milchgewinnungszentrum zu beobachten. Die vielen Melktechnikfirmen konnten sich über reges Besucherinteresse freuen, die Triesdorfer Rinder durften sich wie Weltstars fühlen. Die Fotoapparate klickten wie wild, um die schönsten Schnappschüsse der Triesdorfer Kühe zu bekommen. Wie die Häuser von Prominenten wurde das MGZ begeistert beäugt und über die Ausstattung und den Komfort gesprochen. Angemessen aber nicht praktikabel wäre ein roter Teppich für die Triesdorfer Kuhstars gewesen. Zehn Mitarbeiter im MGZ seien laut Uwe Mohr, Leiter der Tierhaltungsschule, im Einsatz und voll ausgelastet gewesen. "Im Bereich der Geflügelhaltung waren die elektronischen Fallnester eine besondere Attraktion".  

Während in der Abteilung Pflanzenbau und Versuchswesen vor Ort die Rapsölpresse ununterbrochen lief, machten sich viele wackere Besucher auf die Felder, um dort die Ergebnisse der Forschung im Bereich Energiegräser und Lupinen zu bestaunen und sich fachkundig beraten zu lassen. "Das Interesse an Energiepflanzen hat deutlich zugenommen", berichtete Herbert Geißendörfer, Leiter der Abteilung Pflanzenbau und Versuchswesen. "Es gab sehr viele konkrete Fragen, nicht nur von Landwirten, sondern ebenso von Nicht-Landwirten".

Dieser Weg schien hungrig gemacht zu haben, denn der Andrang an den Verpflegungsständen war unermüdlich. Bei Bier und Bratwurst ließ sich wunderbar Fachsimpeln, wer Ochs am Spieß bevorzugte, wurde durch den Geschmack mehr als entschädigt.